EVENT: Foto-Workshop Discover Sofitel Vienna Stephansdom

Liebe Unicorns,

vor zwei Wochen durfte ich bei einem tollen Fotografie-Workshop* für Blogger im Sofitel Vienna Stephansdom beim Schwedenplatz teilnehmen. Als „Teilzeit-Wienerin“ kannte ich das Hotel natürlich schon von Außen und vom Namen her – welcher Wiener kennt nicht zumindest vom Hören-Sagen „Das Loft“, die superkesse Bar mit atemberaubendem Blick über Wien im obersten Stockwerk des Hotels?! Ich bin nur leider nie in den Genuss gekommen das Sofitel Vienna Stephansdom mal von Innen zu betrachten aber jetzt kann ich endlich sagen: ICH WAR DRIN! Ich gehöre zu den coolen Kids, yay! Und es hat sich absolut gelohnt.

Alleine von Außen macht das Sofitel Vienna Stephansdom schon was her, denn die Fassade vereint moderne, monochrome und gerade Linien mit bunter und farbenfroher Kunst. Neben den riesigen Glasfronten leuchtet nämlich ein wunderschönes Gemälde der Künstlerin Pippilotti Rist von der Decke.

Ich kannte diese Künstlerin ehrlich gesagt noch nicht aber als ich dann so im Zuge des Workshops und dieses Beitrags ein bisserl recherchiert habe, war ich eigentlich gleich hin und weg. Jetzt bin ich aber leider ein kleines bisschen traurig, denn wie es der Zufall will, hätte es in der Kunsthalle Krems doch tatsächlich bis 28. Juni eine Ausstellung gegeben. Naja, kann man nichts machen.

Sofitel_Rose_Deckengemälde

Insgesamt gibt es im Sofitel Vienna Stephansdom aber sogar fünf dieser Gemälde, unter anderem gleich in der Lobby. Das Hotel wurde vom französischen Architekt Jean Nouvel entworfen und orientiert sich farblich am Dach des Stephansdoms, das wie das Hotel in den Farben weiß, schwarz und grau gehalten ist. Auch die 182 Zimmer – davon sind 26 Suiten – sind in diesen Farben gehalten. Sehr interessant ist die Tatsache, dass die Farben nach Himmelsrichtungen geordnet sind. Im Süden findet man die komplett weißen Zimmer, im Westen die grau gehaltenen Zimmer und im Norden befinden sich fünf komplett schwarz eingerichtete Zimmer. Im Rahmen des Workshops durften wir uns zwei der Zimmer ansehen – ein weißes und ein graues. Leider konnten wir uns kein schwarzes Zimmer ansehen, diese sind nämlich immer schnell ausgebucht. Hoffentlich kann ich mir so ein schwarzes Zimmer irgendwann ansehen, meine Neugier lässt mich sonst nie wieder in Ruhe.

Noch eine irrsinnig coole Tatsache ist für mich, dass sich in den Zimmern Kunststudenten der Universität für Angewandte Kunst verewigen durften – überall wurden Texte mit Bleistift an die Wand geschrieben. Es gibt sogar ab und zu Beschwerden wer denn da das Zimmer beschmiert hat – echt gut.

transkript_ichbintraurig

Wir durften uns an dem Tag zwei verschiedene Vorträge anhören, zuerst erzählte uns Carola von viennawedekind ein bisschen über „Blog und Business“, wo sie uns jede Menge Tipps und Tricks mit auf den weiteren Blogger-Weg gegeben hat. Vieles wusste ich schon – nachdem ich die Vorträge so ähnlich schon beim FashionCamp gehört habe, war nicht so viel Neues für mich dabei – aber Einiges wurde doch wieder in Erinnerung gerufen.

Ein paar gute Tipps sind zum Beispiel:

  • Social Media Nutzung: auf jeden Fall alle vorhandenen Kanäle ausnutzen!
  • Instagram: durchschnittlich zwei Bilder pro Tag
  • Kommentieren! So kommen mehr Leute auf euren Blog und gleichzeitig tretet ihr in Kontakt mit anderen Bloggern – vielleicht findet ihr über die Kommentare aber auch selbst  interessante Blogs
  • große und qualitativ hochwertige Bilder – am Besten so breit wie der Text
  • nicht zu viele Bilder, 8-10 Fotos pro Beitrag reichen vollkommen aus.
  • Pinterest ist das neue Facebook
  • Du selbst – die Person hinter dem Blog. Die am häufigsten gelesene Seite eines Blogs ist die „About“-Seite.
  • Statistik: Zu welcher Uhrzeit an welchem Wochentag erreicht man die meisten Personen? Generell ist es unter der Woche besser, viele Leute lesen gerne in den Mittagspausen oder Abends. Das Wochenende sollte man eher meiden.
  • Finde deine Nische! Gerade im Beauty- und Fashion-Bereich gibt es Millionen (Milliarden?) Blogger – hebt euch ab von der Masse.

Auf jeden Fall gilt die Regel:

Bevor ihr irgendetwas Schlechtes postet, postet lieber gar nichts.

Wir sollten uns dann überlegen welche drei bis vier Wörter unseren Blog beschreiben, wobei viele der Mädels Probleme hatten. Für mich ist es aber relativ klar, was ich mit meinem Blog verkörpern möchte und was meine Nische ist.  Mein Blog in 3-4 Wörtern: blau (ach, echt?), authentisch, alternativ, New-Journalism. Ich versuche so gut wie möglich authentisch zu bleiben, das ist mir persönlich einfach sehr, sehr wichtig. Mein Schreibstil ist angelehnt an den New-Journalism, ich versuche so zu schreiben wie mein Hirn gerade denkt und wenn dann ein TATATATATATATAMM TROMMELWIRBEL vorkommt, schreibe ich es auch so auf.

kaffeepause_obst

Nach einer Kaffeepause mit echt genial gestaltetem Kuchenbuffet (mir läuft gerade das Wasser im Mund zusammen) hat uns Michèle Pauty im zweiten Workshop über „Fotografie für Blogger“ erzählt.  Zugegeben, ich durfte schon einmal einen Portrait-Workshop bei ihr absolvieren und seit dem stalke ich regelmäßig ihren Instagram-Account weil sie echt geile Bilder macht.

Tipps für gute Bilder:

  • Speicherformat RAW: Statt JPEG einfach auf RAW umsteigen. Bei RAW muss man zwar anfangs mehr bearbeiten aber man hat auch mehr Möglichkeiten um die Bilder im Nachhinein zu bearbeiten, was bei JPEG nur begrenzt möglich ist. Nachteil: man braucht ein spezielles Programm wie Photoshop um es zu öffnen.
  • Der goldene Schnitt: das Objekt am Besten nicht in den Mittelpunkt des Fotos stellen, sondern eher an den Rand.
  • Manuell fotografieren und mit Blende und Belichtungszeit arbeiten. Generell gilt: Hoher ISO-Wert für dunkle Räume, kürzere Belichtungszeit für Schärfe im bewegten Objekt, niedrige Blende für einen unscharfen Hintergrund – gerade das ist irrsinnig wichtig für Street-Fashion um die Leute im Hintergrund verschwinden zu lassen (oder  auf der Donauinsel nicht auch noch die Leute im FKK-Teil superscharf am Bild zu haben!)
  • Begebt euch auf die gleiche Höhe wie euer Objekt, verbiegt euch und rutscht auf den Knien herum.
  • Wenn ihr ein Objekt ab/anschneidet dann aber richtig. Zum Beispiel nicht nur die Zehenspitzen einer Person abschneiden sondern gleich am Unterschenkel.

Ich hoffe ja insgeheim immer noch, dass es einmal einen „Tipps-für-die-armen-Freunde-der-Bloggerinnen-die-immer zum-fotografieren-gezwungen-werden“-Workshop gibt.

Am Ende der beiden Workshops durften wir in die vorher erwähnten Zimmer und das gerade gelernte umsetzen. Es war leider ziemlich schwer bei so vielen Leuten das Zimmer halbwegs in Szene zu setzen und ich muss zugeben, ich habe gar nicht so recht auf das Gesamtbild des Zimmers geachtet. Ich war so beschäftigt mit diesen klitzekleinen aber total kessen Details wie zum Beispiel die Texte an den Wänden, die Schiebetüren im Bad, der schön drapierte Bademantel und die Pantoffel im Schrank, der gepolsterte süße Kleiderbügel mit dem Mascherl, die silbernen Gewichte an den Lampenschirmen und vieles mehr. Ja, ja ich konnte es nicht lassen und habe natürlich in jede Lade und jeden Schrank hinein geschaut – von wegen Neugier und so. Ach und die Aussicht war natürlich auch nicht von schlechten Eltern.

lampe_von_unten

Auf die Knie, fertig, los!

aufwachen_with_a_view

waking up to a view…

objektiv_im_bett

des_gefühls_ab

kunst_weisses_zimmer

Irrsinnig schlecht wäre für mich aber die weiße Bettwäsche. Es war nämlich nicht nur einmal der Fall, dass ich im Hotel ein Zimmer mit weißem Bettzeug bezogen habe und es mit blau gefärbter Bettwäsche verlassen habe – BLUE HAIR PROBLEMS.

Übrigens: Sowohl im weißen als auch im grauen Zimmer waren die Texte an den Wänden ein Transkript von „ICH BIN TRAURIG“ Videostill von Didi Bruckmayr und Michael Strohmann – einmal von Adam Ford (graues Zimmer) und einmal von Fiona Rukschcio (weißes Zimmer)

Nach dem fotografieren im Zimmer durften wir in „Das Loft“ im 18. Stock des Hotels – wie gesagt gehöre ich jetzt auch zu den coolen Kids – dort gab es noch drei Speisen die wir fotografieren konnten und einen schönen Ausklang mit (starken) Cocktails.

essen_sofitel

loft_ice

rose_sofitel

Wie ihr auf den Bildern sehen könnt, habe ich wirklich sehr auf die Details geachtet und (leider) fotografisch kaum auf das gesamte Zimmer. Es war zwar nicht leicht mit den vielen Menschen darin aber ich hätte wohl doch ein paar Schnappschüsse vom Gesamtbild machen sollen. LEIDER waren die Details für mich halt echt zu kess.

Mir hat dieser Workshop wirklich gut gefallen und auch sehr viel gebracht – jetzt versuche ich das noch schön häppchenweise meinem Freund, der mich netterweise immer fotografiert, beizubringen. An dieser Stelle natürlich auch mal ein rieeeeeesiges Dankeschön an dich C., weil du so lieb zu mir bist und dir das immer antust. 

Wie gefallen euch meine Bilder vom Workshop? Wer von euch geht mit mir das schwarze Zimmer besuchen? 😀

Bussi aufs Bauchi,

eure Mana

*mit freundlicher Unterstützung von Accor Hotels und Sofitel Vienna Stephansdom
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6 Kommentare

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6 Antworten zu “EVENT: Foto-Workshop Discover Sofitel Vienna Stephansdom

  1. Ich gehe mit dir das schwarze Zimmer besuchen. Das hätte ich so gerne gesehen 🙂 Übrigens, dein Bericht und deine Fotos sind toll geworden. lg Ingrid

    Gefällt 1 Person

  2. Liebe Mana,

    Wow, dies Bilder sind super schön geworden und deine Texte mag ich einfach!

    Ganz liebe Grüße
    martina

    Gefällt 1 Person

  3. Ein wirklich sehr interessanter Post. Obwohl ich öfters in Wien shoppen bin, muss ich zugeben, dass ich das Hotel noch nicht mal von Außen gesehen habe. Du hast mich aber auf jeden Fall angefixt, dass ich es mir ansehen sollte. 😉 Vor allem das mit den Schriften auf den Wänden finde ich ganz toll.
    Deine Bilder gefallen mir echt gut. Ich interessiere mich auch für Fotografie und konzentriere mich da auch eher auf Details, als auf den Gesamteindruck. Meiner Meinung nach, ist es aber ziemlich schwierig meine ansonsten eher kreativen Fotos auch auf meinem Blog umzusetzen. 🙂
    Bei mir läuft momentan auch ein Gewinnspiel, vielleicht hast du ja Interesse:
    http://international-blonde.blogspot.co.at/2015/07/giveaway-fifty-shades-of-grey-nailpolish.html
    Liebe Grüße, Jessy 🙂

    Gefällt mir

    • Ja, vor allem das Loft kann ich jetzt wirklich empfehlen! Ich weiß nur nicht wie das Samstags ist, wenn dort ein DJ auflegt ^^

      Dankeschön, aber gerade kreative Fotos verdienen einen eigenen Beitrag, das spiegelt so viel an Persönlichkeit wieder 🙂

      Cool, werd ich mir auf jeden Fall ansehen, danke

      Blaue Grüße,
      Mana

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